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Highland Games

Am 08. und 09. Mai hieß es bei den Highlandern vom Niederrhein in diesem Jahr nun schon zum 8. Mal "Schottland ruft".
Mitten im wunderschönen Mittelalterstädtchen Kempen hat sich an diesem Wochenende einiges an Highlandervolk aus Nah und Fern getroffen, um die stärksten Männer und Frauen in den Highland Games Disziplinen zu ermitteln. 16 Herren-Mannschaften, 3 Damen-Mannschaften, 17 B-Heavies, sage und schreibe 13 Damen und 14 A-Heavies waren an diesem Wochenende gemeldet.
Bei den Herren-Teams mussten 15 Mannschaften am Ende einsehen, dass man am Clan Ironforge aus Hamm nun einfach nicht vorbei kommt und bei den Damen siegten die Stoneflowers vom 1. Nettetaler Highlanderverein. Beeindruckende Leistungen konnte man bei den Wettkämpfen der B-Heavies bewundern. Dass da einige nicht mehr weit von der Qualifikation für das A-Lager entfernt sind, beweisen an diesem Wochenende einige Sportler. Geschafft haben es Andre Bonne und Peter Sjoerds, die ab sofort die laufende Saison als A-Heavy bestreiten werden. Wir sind sehr gespannt, wer sonst sich im Laufe der Saison noch steigern kann und wen wir dann im September bei uns in Rüsselsheim dann vielleicht auch noch als A-Heavie begrüßen dürfen. Das internationale Teilnehmerfeld bei den A-Heavies wurde vom Altmeister Mark McDonald aus Schottland dominiert. Als mehrfacher Weltmeister der Masters ist der 50jährige Schotte eine Klasse für sich. Aber an dieser Klasse wird hier zu Lande schon ganz fleissig gekratzt - der jüngste Teilnehmer bei den Kempener Highland Games - der erst 20jährige Benedikt Tillemanns - ist auf dem besten Weg, der internationalen Highland Games Szene das Fürchten zu lehren. Er belegte am Wochenende hinter Mark Mc Donald den 2. Platz und hat beim Scottish Hammer mit einer Wurfweite von 31,20m sogar einen neuen deutschen Rekord aufgestellt. Von ihm werden wir in den nächsten Jahren noch sehr viel hören und sehen - die weiblichen Fans wird das mit Sicherheit freuen.

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In diesem Zusammenhang müssen wir ganz dringend auch noch den "buntesten Hund" der hiesigen Szene erwähnen - Markus Vortriede, besser bekannt als "BamBam". Markus beeindruckt auch in diesem Jahr nicht nur mit seiner Erscheinung, sondern auch mit soliden Leistungen, die ihm in Kempen einen respektablen 3. Platz eingebracht haben. Beim Weight over barr wirft Markus mit 4,37m neuen NRW-Landesrdkord. Und das, nachdem er die laufende Saison aufgrund einer Rückenverletzung schon abgeschrieben hatte. BamBam ist voll da und wir freuen uns schon sehr auf seinen Auftritt hier bei uns in Rüsselsheim.

Und jetzt zum absoluten Hammer der Kempener Highland Games: die Einzelwettbewerbe der Damen. Sicher kann sich jeder der dabei war, an die Mainland Games 2009 erinnern, als sich 2 Damen aus Mannschaften aufgrund ihrer herausragenden Leistungen vom Samstag für die Einzelwettkämpfe am Sonntag qualifiziert haben. Zum einen war das unser "Rüsselsemer Mädsche" Tanja Sommer, zum zweiten Julia Schüssler, eine gestandene Berufsfeuerwehrfrau aus Frankfurt, die gemeinsam mit dem Raunheimer Damenclan Nic Williams am Start war. Was für eine Überraschung war es für uns, als wir am Sonntag Morgen in Kempen plötzlich "unsere" Julia auf dem Platz sehen! Gewohnt energiegeladen und kämpferisch, ist sie der Einladung von Manfred Mühlenhaus nach
Kempen gefolgt und wollte ihren aktuellen Leistungsstand "einfach mal so" überprüfen. Ihre unglaublichen Leistungen aus dem Vorjahr noch vor Augen, haben wir uns gleich mächtig aus dem Fenster gelehnt und jedem erzählt, dass Julia mit Sicherheit ganz weit vorne landet. Dem Moderator der Games war das natürlich eine Steilvorlage, und so hat er keine Gelegenheit ausgelassen, Julia als die Abgesandte der Mainland Games in eine Favoritenrolle zu quatschen. Und daran hat er gut getan - denn "unsere" Julia hat es tatsächlich geschafft, in ihrem 2. Highland Games Wettkampf ihres Lebens das 13köpfige Teilnehmerinnenlager gewaltig aufzumischen. So hat sie beim Steinstoßen mal eben einen Meter weiter geworfen als die anderen Mädels, und beim Gewicht-Hochwurf hat sie mit 3,60m einen neuen Platzrekord aufgestellt. Da darf man ja wohl mal laut brüllend über den Platz rennen, oder? Jedenfalls hielt Julia am Ende des Tages eine Siegerurkunde in den Händen auf der "1. Platz" stand. Mann oh Mann sind wir stolz auf sie!

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Natürlich ist der Sport für die Teilnehmer das A und O bei Highland Games, für uns sind es vor allem die Menschen, die man im Laufe der Zeit kennen- und schätzen lernt. Allen voran möchte ich hier Jürgen Stickelbrock nennen. Er ist uns seit vielen Wochen wertvoller Ratgeber und Freund rund um alle sportlichen Fragen. Selbst Vorsitzender des 1. Nettetaler Highlandervereins, kennt er alle Leute in der Szene, kann zu jedem einzelnen eine Geschichte erzählen und weiß wie wohl kaum ein anderer alles über die sportliche Laufbahn jedes einzelnen Sportlers. Ich bin sicher, weckt man Jürgen nachts auf und fragt ihn nach der Weite, die einer seiner Schützlinge vor 3 Jahren während eines bestimmten Qualifikationswettkampfes geworfen hat, er könnte das bis auf den Millimeter genau sagen. Aber nicht nur sein schier unendliches Wissen macht ihn so besonders, auch sein Humor, seine scheppernde Lache und seine spitzfindigen Randbemerkungen sind einzigartig und eine absolute Bereicherung. Leider hatten wir am Wochenende in Kempen nicht sehr viel Gelegenheit mit ihm zu plaudern, denn in seiner Funktion als Moderator der Games war er natürlich voll und ganz in seinem Element.

Aber es gab ja auch noch so wahnsinnig viele andere besondere Menschen, die wir in Kempen nach der Winterpause endlich mal wieder getroffen haben. Highland Games Urgestein und Veranstalter der Kempener Games Manfred Mühlenhaus zum Beispiel. Bis letztes Jahr noch aktiver A-Heavie, konzentriert er sich jetzt eher auf die Vereinsarbeit und hat zudem als Vorsitzender des Dt. Highland Games Verbandes jede Menge organisatorische Arbeit zu tun. Nebenbei wird Manfred, der allgemein auch liebevoll "Mammut" genannt wird, im Oktober zum 5. mal Papa und seine Frau Symone trägt mit großem Stolz eine "Little Mammut"-Kugel vor sich her. Und dann waren da ja auch die Jungs und Mädels vom Clan Ironforge aus Hamm, die von Anfang an auch bei unseren Mainland Games mit dabei sind und mittlerweile zu einem eigenen Verein mit beachtlicher Mitgliederzahl herangewachsen sind. Aus ihren Reihen haben sich 2 Sportler mittlerweile ganz nach vorne gekämpft - Jens Schwan und Alex Dißel treten mit beachtlichen Erfolgen bei den A-Heavies mit an und beweisen, dass man mit Kraft, Technik und jeder Menge Training ziemlich viel erreichen kann.

Hans-Dieter Dorow war gemeinsam mit Sohn Daniel aus Fürstenwalde bei Berlin angereist. Sohn Daniel tritt als B-Heavy an und Papa Hans-Dieter zeigt unglaubliche Leistungen als A-Heavie, und das sogar international. Sein größter bisheriger Erfolg ist der 2. Platz bei den Highland Games Weltmeisterschaften der Masters in Inverness, Schottland. Das muss man sich mal reinziehen - der
Mann ist 51 Jahre alt, macht das alles erst seit gut 2 Jahren und verweist langjährige Highlander auf die hinteren Plätze. Auch sonst ist Hans-Dieter ein echter Hans-Dampf, so ganz "nebenbei" veranstaltet er nämlich auch noch die Highland Games in Fürstenwalde und tut mächtig viel für die Jugendarbeit. Richtig blass geworden bin ich aber erst, als Hans sein T-Shirt ausgezogen hat....
"Boah" sage ich da nur.

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Bevor ich in diesem Bericht schon mein ganzes Pulver verschieße, mache ich an dieser Stelle Schluss und freue mich auf unseren nächsten Auswärts-Besuch. Wo genau das sein wird wissen wir noch nicht, freuen uns aber schon heute auf ein Wiedersehen mit vielen guten alten und neuen Bekannten und Freunden.

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